Wenn „1 Bein“ fehlt

spätzle 003… oder eine der Grundfesten des eigenen Seins weg ist und noch kein adäquater Ersatz gefunden ist, dann ist da ein Loch. Schwarz, Dunkel und mit der Kraft von Treibsand. Je mehr ich mich gegen  den Sog der trüben und selbst zweifelnden Gedanken wehre umso stärker wird der Sog. Nicht, das ich an meiner Entscheidung, der Gastronomie den Rücken gekehrt zu haben, zweifle. Ganz im Gegenteil, ich halte dies für eine meiner besten Entscheidungen im Jahr 2015! Nur diese Lücke, dieses Loch welches sich gerade auftut, habe ich unterschätzt. Mit Neid und Grollen betrachte ich die Menschen in meiner Umgebung, welche einer „produktiven“ Tätigkeit nachgehen. Dem Bruttosozial – Produkt des Staates etwas beisteuern und einfach eine sinnvolle Aufgabe haben. Morgens aufzustehen, zur Arbeit zu gehen, mit den Kollegen (Menschen) in Kontakt zu treten und abends wieder heimzukehren. Das würde ich so unendlich gerne tun aber zur Zeit soll es so nicht sein. Bewerbungen werden nicht beantwortet, für freiwilligen Dienste sind bürokratische Marathons zu absolvieren und somit wird einem natürlich auch das fehlende Geld im Monatsbudget bewusster. Ich habe derzeit nur die eine Aufgabe, meine Tagestruktur durchziehen und zuzunehmen. Was leider nicht besonders leicht fällt, wenn man sich den ganzen Tag Vorwürfe macht über Gedanken wie  „So faul wie ich bin, habe ich es auch nicht verdient, das es mir gut geht!“ Da geht mir sprichwörtlich die Galle über und der Magen zu. Übelkeit, Magen- und auch Kreuzschmerzen sind wieder an der Tagesordnung, ganz zu schweigen von meiner unterirdischen Laune. Ich ertrage mich selber nicht und würde mich am liebsten in meinem Selbstmitleid suhlen. Einfach jammern auf hohem Niveau. 😦

Zeit für ein Stopp  und anfangen auch das Positive zu sehen. Ich habe die seltene Chance mein Leben neu zu ordnen, die Chance herauszufinden was ich noch neben dem kochen so kann. Vielleicht ungeahnte Fertigkeiten und Fähigkeiten zu entdecken. Zeit mich auszuprobieren und auf das wesentliche zu konzentrieren. Nämlich gesund zu werden. Ich sollte das mehr schätzen, denn wer bekommt schon so eine Chance. In trüben Gedanken zu versinken hat nur eine unweigerliche Folge…wieder zurück in eine Sucht, ein altes Verhaltensmuster und wieder einen Schritt hinaus aus dem Leben. Zu viele tolle Mädels aus meinem Bekanntenkreis mussten leider wieder in die Klinken, weil der Alltag und die Anforderungen zu hoch waren. Weil das Leben manchmal einfach ungerecht und die Realität grausam ist! Weil der Wille zwar immer da aber die Angst vor dem Nicht- „Wissen-was -da-kommt !“ einfach zu groß ist. Ich möchte nur noch einmal in die Klinik, für die letzten Kilos zum Set Point und danach wieder zurück in den Arbeitsalltag. Wenn dies bedeutet, einfach ausharren so werde ich dies tun und beim aussitzen der Situation dürfen ja meine Gedanken in eine Zukunft schweifen, so wie ich Sie gerne hätte!

Ein Traum ist unerlässlich, wenn man die Zukunft gestalten will.“ (Victor Hugo)

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