Homage an Boeuf Bourgignon

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Erste – Winter – HILFE à la Bourguignon

Wenn es novembert im Gemüt,
wenn gar nichts funkelt, glimmt und glüht,
wenn dir kein heller Ton gelingt,
wenn kaum noch Weiß ins Graue dringt,
dann schreib nicht noch ein Herbstgedicht.

Du weißt es doch, die leuchten nicht.
Die alten stapeln sich wie Laub
und fangen schon seit Jahren Staub.

Mach besser Feuer auf dem Herd,
dass Wärme in den Bräter fährt.
Hol zügig etwas Gutes ein,
besorge Wein und Rinderbein.
Bei angenehmen hundert Grad,
im speckigen Burgunderbad,
darf es sich rekeln mit Schalott
in stundenlangem Schmurgelpott.

Wenn es novembert im Gemüt,
wenn nichts mehr funkelt, glimmt und glüht,
dann hilft kein Gott und kein Gedicht,
dann hilft dir nur ein Schmorgericht.

und ist es à la bourguignon vergiss blos nicht den Champignon.

aus Fritz Eckenga „Fremdenverkehr mit Einheimischen.“ Verlag Antje Kunstmann, München 2010

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6 Antworten zu Homage an Boeuf Bourgignon

  1. lautleise schreibt:

    +Inga
    Passt, aber ich persönlich empfehle Osso buco, der Klassiker aus Sienna.
    Immer zart, da vom Kalb…
    Grüßle – s’Wolferl.

    Gefällt 1 Person

    • ingahahnel schreibt:

      Hmmm lecker und leider lange nicht gegessen! Das muss demnächst wieder auf den Speiseplan, mit feiner Gremoulata und cremiger Polenta. Da lacht mein Herz und mein Bauch! Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

  2. lautleise schreibt:

    Mit Cremoulata….
    Da lache ich auch!!!

    Gefällt 1 Person

  3. lautleise schreibt:

    Wir hatten damals in Siena frische Gnocchis dazu, ich wurde fast ohnmöchtig. Die alte Mutter kochte im Restaurant, zwei Stufen von der Strasse herab, und der Sohn servierte. Unvergesslich!!!

    Gefällt 1 Person

    • ingahahnel schreibt:

      Oh ja da geht kein Tropfen der Soße verloren. Diese Gerichte, von nach der Tradition gegart, sind einfach unverschämt gut! 🙂

      Gefällt 1 Person

      • lautleise schreibt:

        Unsere Töchter, die als junge Mädchen jedes Fitzelchen Fett an den Tellerrand verbannten, achten heute sehr darauf, dass beim Tafelspitz auch jede einen ganzen Markknochen dazu bekommt. Beim Osso buco stehlen sie mir das Mark vom Teller…
        *Lach* Zum Glück noch nicht, sie haben jeweil einen eigenen Haushalt, kochen aber wie der Papa, der kocht wie Doris Katharina Hessler. Meine Urgroßmutter war Köchin mit handgeschriebenen Kochbüchern, die ich inzwischen besitze…

        Gefällt 1 Person

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