Von Hunden und Ihren Menschen

Dotty 002Das meine Dotty ein steter Begleiter in meinem Leben geworden ist, stand für mich bis dato außer Frage. Ein kleiner Disput brachte mich doch geheim ins Grübeln. Die Vorstellungen wie ein Hund erzogen sein sollte unterscheiden sich doch gravierend. Für die Einen muss er immer bei Fuß und unter totaler Folgsamkeit, an der Stelle seines Halters sein. Für die Anderen darf er seine eigene Freiheit, an der „Flexi“ ein wenig austoben. Es gilt ja, nach wie vor, in den meisten Städten noch der Leinenzwang. Auch wenn dies in bestimmten Situationen erforderlich ist,  so ist dieses allgemeine Freilauf Verbot der Hunde, für mich eher fragwürdig. Da ich ja nun zur letzteren Gattung Mensch gehöre muss ich gestehen, dass ich die Erziehung meines Cockers ein wenig hab schleifen lassen. Dennoch mein Hund hört auf die grundlegenden Kommandos, ist nicht aggressiv und reist mir bei unseren Spaziergängen nicht den Arm aus der Schulter. Sie ist oft eine Trödelliese, welche ganz genüsslich, mit der Schnauze immer auf dem Boden wirklich jede Spur verfolgt. Stets in der Hoffnung, doch noch etwas essbares zu finden. Zu meinem einzigen Leidwesen vergisst Dotty darüber hinaus des Öfteren, das die täglichen Spaziergänge auch der Erleichterung gewisser Bedürfnisse dienen. So kommt es manchmal vor, dass ich meinen nächtlichen Schlaf zu eher unchristlichen Zeiten wie 4 oder 5 Uhr morgens unterbrechen muss. In solchen Nächten beobachte ich mich dann selbst, wie ich so schlaftrunken und auch ein wenig an meinem Verstand zweifelnd, im feuchten Gras stehe und muss trotzdem schmunzeln. Die Nächte sind zwar kalt aber auch ruhig, klar  und auf eine seltsame Art friedlich. „Schnekele“ schafft es letztendlich ihre Blase zu erleichtern und wir können zumeist unsern wohlverdienten Schlaf fortsetzen. Es stellt sich also doch die Frage:

blog 005„Hat nicht vielleicht mein Hund mich erzogen?“

Ja. .. dies hat sie wohl! Doch solange Platz, Sitz und Aus von der Trödelliese akzeptiert werden, bin ich zufrieden. Sie behält Ihre „Flexi“ und damit ihre Halbfreiheit und ich darf das Gefühl behalten, dass wir ein DUO INFERNALE sind. Das sich in den wichtigen Zeiten Halt gibt und einfach füreinander da ist.

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